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Weiterbildung: Von der Station in die Chefetage

Altenpfleger oder Krankenschwester sind körperlich anstrengende Berufe, bei vergleichsweise mäßiger Bezahlung. Als Qualitätsmanager oder Heimleiterin steigt das Gehalt. Und wer der körperlichen Arbeit nicht mehr gewachsen ist, kann so als Experte trotzdem in der Branche bleiben. Es gibt verschiedene Wege, sich für eine Karriere im Gesundheitswesen zu qualifizieren.

Tanja Müller arbeitet nach ihrer Ausbildung in ihrem erlernten Beruf als Altenpflegerin in einem Pflegeheim. „Nach etwa drei Jahren bekam ich immer häufiger Rückenschmerzen und mein Arzt riet mir, meinen Beruf zu wechseln“, erzählt die 33-Jährige. Doch die Schwäbin arbeitet gern in der Pflege und kann sich nicht vorstellen, ihren Beruf aufzugeben. „Nach einigen Überlegungen entschied ich mich dann für eine nebenberufliche Weiterbildung zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen“, sagt Müller. Der Gedanke dahinter: Mit dieser Zusatzqualifikation den Rücken-belastenden Dienst auf der Station gegen eine Tätigkeit „hinter den Kulissen“ zu tauschen. Etwa als Qualitätsmanagerin oder Projektleiterin bei einem großen Pflegeheimbetreiber.

Eine nebenberufliche Weiterbildung nach der Lehre ist eine gute Alternative zum Studium, findet die Weiterbildungsexpertin Simone Stargardt. (Foto: Carriere&more)

An den Wochenenden stehen für Tanja Müller nun Fächer wie Volks- und Betriebswirtschaftslehre, Steuern und Controlling oder juristische Themen, wie etwa das Pflegegesetz, auf dem Lehrplan. Sie besteht die IHK-Prüfung und arbeitet inzwischen ein neues Pflege-Projekt ihres Arbeitgebers mit aus. Statt sich im Schichtdienst auf der Station mit Rückenschmerzen zu plagen, ist der Arbeitsplatz der Projektleiterin nun ein Büro in der Pflegeinrichtung. „Es macht mir Spaß den Arbeitsalltag meiner ehemaligen Kollegen, den Pflegerinnen und Pflegern auf der Station, mit neuen Konzepten zu verbessern“, so die Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen.

Simone Stargardt, Expertin für Weiterbildung, findet: „Sich nach einer Lehre nebenberuflich fortzubilden, ist eine gute Alternative zum Studium.“ Viele ehemalige Kursteilnehmer ihrer privaten Akademie carriere & more haben es inzwischen ins mittlere Management geschafft. „Wer sich neben dem Beruf fortbildet zeigt, dass er sich strukturieren kann und diszipliniert ist. Das wissen zukünftige Chefs zu schätzen“, so die Trainerin. Zudem sei die vorhandene Berufspraxis wertvoll und wird im Gesundheitswesen bei Führungskräften vorausgesetzt.

Bewerber, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen und sich weiter qualifizieren, nehmen gerade größere Arbeitgeber auch gerne in Traineeprogramme auf, weiß Stargardt. „Gerade Pflegeeinrichtungen rekrutieren ihren Führungsnachwuchs sehr häufig aus den eigenen Reihen.“

Wer sich nebenberuflich zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen qualifizieren will, der kann das bei IHK-Bildungseinrichtungen oder privaten Akademien. Je nach Anbieter dauert der Kurs zwischen sechs und 18 Monaten. Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Ausbildung mit mindestens einjähriger Berufserfahrung. Infoabende bieten eine gute Möglichkeit, den Bildungseinrichtungen auf den Zahn zu fühlen. Bei Kursgebühren um die dreitausend Euro und zusätzlichen Prüfungsgebühren lohnt sich ein Vergleich. Qualitätskriterium ist etwa eine Geld-zurück-Garantie bei Nichtbestehen der IHK-Prüfung.

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