Anerkennung-Pflege.de

Sturz im Altenheim

Hi ihr ! Letzte Nacht kam ich zum Nachtdienst ! Mein Spätdienst war noch da! Da ruft uns die Station unter uns ganz aufgelöst an wir sollen mal schnell runter kommen ! Es war ein Mann gestürzt mit Todesfolge !! Vitalwerte sofort genommen ! Alles auf Null !! Der Bewohner lag auf dem Boden !

Kassenarzt kam hat dem Tod festgestellt u die Kripo gerufen ! Die haben alles auseinander genommen !! Wir waren drei Fachkräfte u ein Helfer ! Der Kripobeamte meinte nun das wir alle eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung bekommen !! Ich meine zwei von uns gehören nicht auf die Station ! Wir die nicht von der Station waren drehten ihn sofort auf den Rücken Puls, RR gemessen ! Bereitschaftsarzt Heimleiterin u pdl informiert ! Was kommt nun für eine Strafe auf uns zu ??

Kennt sich da jemand aus? Was sagt ihr?

18 kommentare

  1. Der Kripobeamte kommt sich wohl sehr wichtig vor, selbstverständlich wird die Sache durchleuchtet. Da wir unsere Bewohner nicht rund um die Uhr 1:1 überwachen können, sie aber dem Menschen und der Situation angemessen umsorgen, kommt da gar nichts auf euch zu. Heimleitung kann nur dann belangt werden, wenn ihr nachgewiesen wird das z.B. nicht ausreichend Personal eingeteilt wurde (ist leider häufig so). Also, hab Vertrauen in das was du tust und lass den Kripobeamten sich wichtig fühlen.

    • Elisabeth von Cranach

      Es geschah in einem Alters-und Pflegeheim.
      Wie alt/hochbetagt/dement war denn der verunfallte,gestürzte Bewohner denn eigentlich… Welche viele Vorerkrankungen hatte er eigentlich -?. Wurden Sturzprophylaxen,wie bzw. fürsorgliche Freiheitsentzüge,wie Bettgitter beidseits, Klingelmatten ,etc.installiert und schriftlich von Vormundschaft/Angehörigern unterschrieben -?
      Bist Du als Einzel-Nachtwache für 40 -60 Bewohner zwischen 20.00 Uhr bis 07.00 Uhr am nächsten Morgen verantwortlich -???… Dann fühle Dich absolut unschuldig,denn das ist die generelle Überforderung von den PP heutzutage ;-(((( !!!

  2. Ich sehe das genauso wie Anna.. ihr habt alles richtig gemacht..

  3. Da wird gar nichts passieren, ihr habt den Mensch schliesslich nicht geschupst und sofort Erste Hilfe geleistet. Was für ein Bloedsinn der Beamte da gelabert hat, sowas regt mich echt auf! Lassr Euch nicht von so einemUnsinn Angst machen.
    Enttäuschend aber auch, dass WIR Euch hier antworten und Sicherheit geben müssen, das ist eigentlich Aufgabe der HL und PDL.
    Beste Grüße und alles Gute

    • Ich seh das genauso wie Jörn, ihr habt alles richtig gemacht, aber das eure PDL oder HL hier nicht solche Fragen beantwortet und euch eure Ängste nimmt, finde ich traurig

  4. Habt ihr Erste Hilfe geleistet? Kann man aus dem Bericht heraus leider nicht erkennen… Notarzt rufen und Reanimation einleiten wäre eigentlich Pflicht gewesen. Nur weil keine Vitalwerte vorhanden sind, darf man nicht einfach (schon gar nicht als Fachkraft) nur daneben stehen und auf den nächsten Arzt warten…

  5. Das ermittelt wird ist normal, da der Bewohner eines nichtnatürlichen Todes verstarb und der Hausarzt verpflichtet ist die Kripo zu verständigen. Erst durch die sicherlich angeordnete Obduktion kann zweifelsfrei die Todesursache festgestellt werden.
    Die Aussage des Kripo beamten war sehr unsensibel und arrogant in diesem Moment, da auch er sicherlich kein Hellseher ist und auf den ersten Blick feststellen kann, was passiert ist.
    Bevor einer für irgendwas bestraft werden kann, muss erstmal ein Tatvorwurf gg. euch erhoben werden und das wird erst nach Ermittlungen der Kripo geschehen. Aber auch nur wenn jemand eine Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Und da kann ich hier beim besten willen nichts erkennen. Vorher wird sicher jeder der Anwesenden als Zeuge schriftlich durch die Kripo angehört. Und das kann dauern…

    • Hallo,wisst ihr denn ob es ein Sturz mit Todesfolge war? Könnte es nicht auch sein,dass der Bewohner eines natürlichen Todes verstarb und deshalb stürzte?

    • Obduktion wird nur dann veranlasst, wenn begründeter Verdacht auf Verschulden vorliegt und dieser sich durch Erstermittlung verhärtet oder die Angehörige Anklage erheben. Das sind alles Extremfälle die in der Praxis selten vorkommen. Es ist auch alles eine Sache der Auslegung, als bei uns solch ein Fall eintrat, haben wir sofort mit Wiederbelebung angefangen wozu wir den Bewohner auch anders legen mussten was uns später von der Kripo vorgehalten wurde weil „der Mensch hätte nicht bewegt werden müssen da es offensichtlich sichtbar war das er tot war“. Da der Eine „hütt“ und der Andere „hott“ sagt, mache ich das grundsätzlich so wie ich das gelernt habe und wie ich es verantworten kann!

  6. Wie wärs mit Reanimation?

  7. Mein Vater ist 91, dement und lebt in einem Pflegeheim. Da er gänzlich uneinsichtig ist und immer wieder aufsteht, obwohl er gar nicht stehen kann, stürzt er regelmäßig. Das Pflegepersonal kann ihn gar nicht genug beaufsichtigen. Er müsste schon gefesselt werden um stürze zu verhindern. Das will keiner wirklich, somit nehmen wir als Betreuer in kauf, dass er stürzt. Sollte er bei einem solchen Sturz versterben, ist es durch die Unterschrift der Betreuer abgesichert. Egal, was da die Polizei erzählt, wenn ich keine Anklage erhebe, kann das Pflegepersonal bei korrektem verhalten nicht belangt werden.

  8. Bei einem Sturz mit Todesfolge kommt immer die Kripo. Auch dann der Sturz zuhause passiert ist und der Patient in der Klinik verstirbt.

  9. Es wurde ja schon sehr viel geschrieben und ich gebe den anderen absolut recht und zu dir – du hast vollkommen richtig gehandelt! Das Spielchen mit der Kripo habe ich auch schon mal mitgemacht – der Typ hatte einfach mal null Ahnung und wollt sich nur aufblasen! Liebe Grüße

    PS: Du hast nur eine Fürsorgepflicht – was aber nicht heißt, dass du deine Bewohner auf Schritt und Tritt folgen musst 🙂

  10. Reanimation in einem Altersheim? Hmm .denkt wer an die Folgen nach? Muss der Bewohner mit zusätzlichen Schäden,die meist durch Reanimation entstehen 100 Jahre werden? In Würde sterben?

  11. Es gibt 70-jährige im Altenheim mit intakter Sozialstruktur…so einen Mensch habe ich erfolgreich reanimiert und würde es jederzeit wieder tun.
    Wichtig ist nur: Patientenverfügung oder Patiententestament -sofern vorhanden- sollte nichts Gegenteiliges aussagen. Der Wille, nicht reanimiert zu werden, muss allen bekannt, und im Notfall unbedingt (bzw.bedingungslos) respektiert und eingehalten werden.
    Kennt ihr die Verfügungen und Patiententestamente eurer Bewohner alle, sind Euch die Inhalte bekannt? Werden diese im Team besprochen? Wenn nicht -und das ist leider fast Überfall der Fall- muss dieses in Eurem Betrieb dringend geändert werden…im Notfall ist KEINE Zeit mehr diese zu lesen!

  12. Ich gebe Cornelia recht. Warum ist der Bewohner gestürzt? Kann es nicht sein das der Bewohner aufgrund eines Herzstillstand gestürzt ist.

  13. Dem Bericht zufolge habt ihr nicht reanimiert und auch nicht den Notarzt gerufen. Wenn keine vitalzeichen und keine Atmung mehr vorhanden sind, ist sofort eine Reanimation einzuleiten. Egal wie alt der Mensch ist und ob es ethisch vertretbar ist. Es sei denn, es liegt eine Patientenverfügung vor!!!

    Ich bin selber Krankenpfleger. Es tut mir leid, dass ich dir nichts besseres sagen kann.

Kommentar verfassen

x

Noch ein interessanter Artikel

Userfrage – Kitastreik

Ich bin Altenpflegerin und habe einen 2 jährigen Sohn.In einigen Bundesländern streiken ja z.Z.die Kitas. ...