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So bekommen Sie die Fahrten zum Arzt oder ins Krankenhaus bezahlt

So bekommen Sie die Fahrten zum Arzt oder ins Krankenhaus bezahlt

Für kranke und pfle­ge­be­dürf­tige Men­schen kön­nen rela­tiv häu­fig Fahr­ten zu einem Fach­arzt, zur Dia­lyse, zum Zahn­arzt oder einer Fach­kli­nik usw. anfal­len. Diese Fahr­ten kön­nen nicht immer von den pfle­gen­den Per­so­nen aus dem Umfeld abge­deckt wer­den und es muss ein Taxi oder Kran­ken­trans­port in Anspruch genom­men wer­den. Die Kos­ten hier­für wer­den in der Regel unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen von der Kasse übernommen.                                                                               

Gleich vor­weg: Ihre Kos­ten wer­den von der Kran­ken­kasse nicht über­nom­men, wenn Sie ohne Rück­spra­che mit der Kran­ken­kasse ein Taxi bestel­len und sich zum Arzt oder ins Kran­ken­haus fah­ren las­sen. Um keine bösen Über­ra­schun­gen zu erle­ben und nach­her auf den Kos­ten sit­zen zu blei­ben, sind einige Dinge zu beachten.  

Defi­ni­tion Kran­ken­fahrt: Kran­ken­fahr­ten sind Fahr­ten eines kran­ken Men­schen mit einem Kran­ken­trans­port­fahrt­zeug, einem Pri­vat­fahr­zeug oder einem Taxi. 

Ablauf des Geneh­mi­gungs­ver­fah­rens und der Kostenerstattung:

  1. Ärzt­li­che Ver­ord­nung: Nur wenn Sie eine ärzt­li­che Ver­ord­nung haben, aus der her­vor­geht, dass der Arzt– oder Kran­ken­haus­be­such erfor­der­lich ist, über­nimmt die Kran­ken­kasse die Kos­ten. Das bedeu­tet, Sie müs­sen vor Antritt der Kran­ken­fahrt Ihrem behan­deln­den Arzt (in der Regel Ihrem Haus­arzt) mit­tei­len, wann Sie zu einem Fach­arzt oder in eine Fach­kli­nik müs­sen. Ihr Arzt ent­schei­det, ob ein zwin­gen­der medi­zi­ni­scher Grund für die Fahrt vor­liegt und ob Sie berech­tigt sind, die Kos­ten erstat­tet zu bekom­men. Die Fahrt­kos­ten wer­den nur für Behand­lun­gen über­nom­men, die von der Kasse bezahlt wer­den. Zum Bei­spiel wer­den Fahr­ten zu einem Heil­prak­ti­ker, des­sen Behand­lung Sie pri­vat bezah­len, nicht über­nom­men, da die Behand­lung an sich schon keine Kas­sen­leis­tung darstellt.
  2. Ein­rei­chung bei der Kran­ken­kasse: Sieht Ihr Arzt also die Not­wen­dig­keit für eine Kran­ken­fahrt, erhal­ten Sie von ihm eine Ver­ord­nung. Diese ist vor der Kran­ken­fahrt bei Ihrer Kran­ken­kasse ein­zu­rei­chen. Sobald die Kran­ken­kasse die Fahrt­kos­ten geneh­migt hat, kön­nen Sie die Kran­ken­fahrt antreten.
  3. Kran­ken­fahrt antre­ten: Legen Sie dem Taxi– oder Kran­ken­trans­port­fah­rer Ihre Ver­ord­nung vor. Je nach Kran­ken­kasse sind die Zuzah­lun­gen unter­schied­lich. Las­sen Sie sich Zuzah­lun­gen oder Fahrt­kos­ten auf der Ver­ord­nung oder mit sepa­ra­ter Quit­tung bele­gen, damit Sie diese even­tu­ell spä­ter mit Ihrer Kasse abrech­nen kön­nen. Las­sen Sie sich in der Kli­nik oder beim Arzt Ihren Kran­ken­be­such eben­falls quittieren.
  4. Abrech­nung mit der Kran­ken­kasse: Im Regel­fall müs­sen Sie einen Eigen­an­teil an den Fahrt­kos­ten über­neh­men. Sind Sie von den Zuzah­lun­gen befreit, ent­ste­hen Ihnen im Nor­mal­fall keine Zuzah­lungs­kos­ten. Legen Sie der Kran­ken­kasse alle Fahr­scheine und Quit­tun­gen vor. Außer­dem die Beschei­ni­gung des Arz­tes, der Kli­nik oder des The­ra­peu­ten, dass Sie den Behand­lungs­ter­min wahr­ge­nom­men haben und den Grund der Behandlung.

Wich­tig zu wissen

  • Im Nach­hin­ein und ohne vor­he­rige Ver­ord­nung über­neh­men die Kran­ken­kas­sen nur in ganz weni­gen Aus­nah­me­fäl­len die Kos­ten (Aus­nah­men sind zum Bei­spiel ein Not­fall oder wenn Lebens­ge­fahr besteht).
  • Es wer­den nur Fahrt­kos­ten zur nächst­ge­le­ge­nen Behand­lungs­stätte über­nom­men. Fahr­ten zu Behand­lungs­stät­ten an wei­ter ent­fern­ten Orten wer­den nur über­nom­men, wenn zwin­gende medi­zi­ni­sche Gründe vorliegen.
  • Die Kran­ken­trans­porte wer­den nicht durch medizinisch-fachliches Per­so­nal beglei­tet und die Pati­en­ten auch nicht durch Fach­per­so­nal wäh­rend des Trans­por­tes betreut.
  • Ansons­ten gilt aber prin­zi­pi­ell, dass alle Auf­wen­dun­gen für Fahr­ten zum Arzt (auch Fahrt­kos­ten mit dem Pri­vat­fahr­zeug), Park­ge­büh­ren, Zuzah­lun­gen auf Kas­sen­leis­tun­gen für den Kran­ken­trans­port, wel­che nicht von der Kasse über­nom­men wer­den, steu­er­lich abzugs­fä­hig sind.

Meine drin­gende Emp­feh­lung:
Es gibt Aus­nah­men, bei denen die Kran­ken­kasse nicht bezahlt oder Fälle, die nicht ein­deu­tig sind. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Kran­ken­fahrt nun ver­ord­nungs­pflich­tig ist oder nicht, ob Sie Zuzah­lun­gen leis­ten müs­sen oder nicht, set­zen Sie sich unbe­dingt mit Ihrer Kran­ken­kasse in Verbindung.

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So bekommen Sie die Fahrten zum Arzt oder ins Krankenhaus bezahlt Für kranke und pfle­ge­be­dürf­tige Men­schen kön­nen rela­tiv häu­fig Fahr­ten zu einem Fach­arzt, zur Dia­lyse, zum Zahn­arzt oder einer Fach­kli­nik usw. anfal­len. Diese Fahr­ten kön­nen nicht immer von den pfle­gen­den Per­so­nen aus dem Umfeld abge­deckt wer­den und es muss ein Taxi oder Kran­ken­trans­port in Anspruch genom­men wer­den. Die Kos­ten hier­für wer­den in der Regel unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen von der Kasse übernommen.                                                          …

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