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Pflegeleistungen der Pflegestufen

Pflegeleistungen der Pflegestufen

Wenn Sie eine Pfle­ge­stufe bean­tragt und sich gemein­sam mit der zu pfle­gen­den Per­son über­legt haben, ob Sie nun die Pflege zu Hause über­neh­men oder die pfle­ge­be­dürf­tige Per­son in einem Pfle­ge­heim betreut wird, tritt die Frage auf, wel­che Kos­ten von der Pfle­ge­kasse über­nom­men wer­den. Egal für wel­che Pfle­ge­form Sie sich ent­schie­den haben, sobald die Pfle­ge­stufe geneh­migt ist, bekom­men Sie für die Pflege – sowohl zu Hause als auch im Heim – Pflegeleistungen.

Wenn Sie sich gemein­sam dafür ent­schie­den haben, zu Hause zu pfle­gen, soll­ten Sie sich wei­ter über­le­gen, ob Sie die Pflege alleine durch­füh­ren oder ob Sie pro­fes­sio­nelle Hilfe hin­zu­zie­hen, das heißt einen Pfle­ge­dienst, der täg­lich die Grund­ver­sor­gun­gen über­nimmt. Sie haben auch die Mög­lich­keit, die Unter­stüt­zung einer Tages­be­treu­ung in Anspruch zu nehmen.

Die Pfle­ge­leis­tun­gen der Pfle­ge­kasse unter­schei­den sich grund­sätz­lich in Pfle­ge­geld und in Sach­leis­tun­gen, bzw. in Kom­bi­na­ti­ons­leis­tun­gen. Wie hoch die Beträge sind, kön­nen Sie wei­ter unten entnehmen.

  • Pfle­ge­geld erhal­ten Per­so­nen, die die Betreu­ung und Pflege alleine, ohne Hin­zu­zie­hung eines Pfle­ge­diens­tes oder eines Pfle­ge­hei­mes, über­neh­men. Ihre per­sön­li­che Leis­tung wird jedoch nicht so gut hono­riert wie die eines pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge­diens­tes. Das heißt, wenn Sie selbst pfle­gen, bekom­men Sie einen wesent­lich gerin­ge­ren Betrag von der Pfle­ge­ver­si­che­rung, als wenn Sie einen Pfle­ge­dienst beauftragen.
  • Sach­leis­tun­gen sind keine Sachen oder Gegen­stände. Unter Sach­leis­tung ver­steht die Pfle­ge­ver­si­che­rung die Leis­tun­gen, die von einem pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge­dienst, einem Pfle­ge­heim, einer Tages­be­treu­un­gen usw. erbracht werden.
  • Kom­bi­na­ti­ons­leis­tun­gen wer­den bezahlt, wenn sowohl pri­vat gepflegt wird, als auch ein Pfle­ge­dienst hin­zu­ge­zo­gen wird und bei­des finan­zi­ell abge­rech­net wird. Dies trifft zum Bei­spiel dann zu, wenn die Mor­gen­toi­lette ein mobi­ler Pfle­ge­dienst über­nimmt und alle ande­ren Arbei­ten von Ihnen als Pri­vat­per­son. Die Berech­nung die­ser Kom­bi­na­ti­ons­leis­tung ist etwas schwie­rig, aber viel­leicht kurz so ver­ständ­lich gemacht. Wenn Sie für den pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge­dienst 70 % der zuste­hen­den Pfle­ge­leis­tung auf­brin­gen müs­sen, bekom­men Sie vom Pfle­ge­geld, das Ihnen als Ange­hö­ri­gem zusteht, nur noch einen Anteil von 30 % aus­be­zahlt. Die Sach­leis­tun­gen wer­den direkt vom Pfle­ge­dienst mit der Pfle­ge­kasse ver­rech­net. Damit Sie wis­sen, wie viel (oder eher wie wenig) Ihnen zusteht, habe ich Ihnen hier einen Link zu einem Pfle­ge­geld­rech­ner ein­ge­baut.

Pfle­ge­leis­tun­gen / Stand Novem­ber 2013

Sach­leis­tung Häus­li­che Pflege:

  • Pfle­ge­stufe I: 450 Euro
  • Pfle­ge­stufe II: 1.100 Euro
  • Pfle­ge­stufe III: 1.550 Euro
  • Sach­leis­tung bei außer­ge­wöhn­lich hohem Pfle­ge­auf­wand: 1.918 Euro
  • Zum Ver­brauch bestimmte Pfle­ge­hilfs­mit­tel in Höhe von 31 Euro

Pfle­ge­geld bei häus­li­cher Pflege durch Angehörige:

  • Pfle­ge­stufe I: 235 Euro
  • Pfle­ge­stufe II: 440 Euro
  • Pfle­ge­stufe III: 700 Euro
  • bei Ver­hin­de­rung der Pfle­ge­per­son: maxi­mal 1.550 Euro (jährlich)
  • Zum Ver­brauch bestimmte Pfle­ge­hilfs­mit­tel in Höhe von 31 Euro

Wenn Sie einen Pfle­ge­dienst in Anspruch neh­men und noch keine Zusage für die Pfle­ge­stufe haben, müs­sen Sie vor­erst die Kos­ten selbst über­neh­men. Wird der Antrag geneh­migt, über­nimmt die Pfle­ge­ver­si­che­rung im Rah­men der geneh­mig­ten Pfle­ge­stufe alle Kos­ten, die ab dem Datum der Antrag­stel­lung ange­fal­len sind. Das bedeu­tet, Sie kön­nen Ihre Rech­nun­gen im Nach­hin­ein bei der Pfle­ge­kasse einreichen.

Sämt­li­che Kos­ten, die die Pfle­ge­leis­tun­gen der Pfle­ge­kasse über­stei­gen, müs­sen von den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen selbst getra­gen wer­den. Kön­nen diese Kos­ten nicht über­nom­men wer­den, kann unter Umstän­den beim Sozi­al­amt ein Antrag auf „Hilfe zur Pflege“ gestellt werden.

Dass die Kos­ten oft­mals schnell die Leis­tun­gen der Pfle­ge­kasse über­schrei­ten, macht sich gerade bei einer Unter­brin­gung im Pfle­ge­heim bemerk­bar. Schnell kom­men hier Kos­ten von 3.000 bis 4.000 Euro zusam­men. Hier ist es von Vor­teil, wenn Sie eine pri­vate Zusatz­ver­sor­gung in Form einer Pfle­ge­kos­ten­ver­si­che­rung haben.
Im 2. Teil die­ser Serie lesen Sie, wel­che Feh­ler Sie ver­mei­den kön­nen, wenn der Medi­zi­ni­sche Dienst zur Begut­ach­tung kommt.

© by www.Pflege-durch-Angehoerige.de

Pflegeleistungen der Pflegestufen Sie möch­ten wis­sen, wel­che Kos­ten und Leis­tun­gen die Pfle­ge­kasse übernimmt? Wenn Sie eine Pfle­ge­stufe bean­tragt und sich gemein­sam mit der zu pfle­gen­den Per­son über­legt haben, ob Sie nun die Pflege zu Hause über­neh­men oder die pfle­ge­be­dürf­tige Per­son in einem Pfle­ge­heim betreut wird, tritt die Frage auf, wel­che Kos­ten von der Pfle­ge­kasse über­nom­men wer­den. Egal für wel­che Pfle­ge­form Sie sich ent­schie­den haben, sobald die Pfle­ge­stufe geneh­migt ist, bekom­men Sie für die Pflege – sowohl zu Hause als auch im Heim – Pflegeleistungen. Wenn Sie sich gemein­sam dafür ent­schie­den haben, zu Hause zu pfle­gen, soll­ten Sie sich wei­ter über­le­gen, ob Sie die Pflege alleine durch­füh­ren oder ob Sie…

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