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Jahr der Pflege 2011 – Ein Fazit

Die Pflege in Deutschland

Im deutschen Gesundheitswesen krankt es. Sehr sogar. Dringend der Behandlung bedürftige Zustände harren, auch nach dem Jahr der Pflege, der Therapie. Sie haben wohl frei. Therapiefrei. Ja, die Zustände meine ich. Doch wer hat ihnen frei gegeben? Besser. Wer hat sich frei genommen? Therapiefrei. Wer hat (und tut es noch) darauf verzichtet seine Pflicht zu tun, seinem Auftrag nachzukommen und sein Gehalt zu rechtfertigen? Die Therapeuten sind es auf jeden Fall nicht. Sie verrichten allesamt nach wie vor unter oftmals unhaltbaren, ekelerregenden bis unerträglichen Zuständen ihre Pflicht.

Pflicht ist hier ein interessantes Wort. Wer ist hier eigentlich in der Pflicht? Worthülsen wurden in Hülle und Fülle kreiert oder bemüht, gewogen oder gewägt, ausgespuckt oder unterdrückt. Gewichtige Menschen warfen ihr Gewicht in die Waagschale oder nahmen es heraus, gaben Pflege und Pflegebedürftigen Gewicht oder nicht, bewegten sich und andere oder… eben auch nicht.

Nach wiederholten, vollmundigen Ankündigungen zum Jahr der Pflege wurde leider die gesellschaftliche Gruppe um die es scheinbar ging sträflich im Stich gelassen: die Betroffenen – die Pflegenden und die Pflegebedürftigen. Sollte die Verantwortlichen (natürlich sind damit Regierende und Opposition gemeint) diese Erkenntnis wider Erwarten noch nicht getroffen haben, dann sprechen Sie doch einfach einmal direkt mit einigen von “denen”. Sie finden bestimmt welche. Unter uns, es sind Millionen von “denen” da draußen.

Leider sind schon seit langen Jahren Versprechen und Phrasen der Politik (aber sicher sind damit auch Personen gemeint, lassen Sie einfach die Gesichter die Ihnen gerade einfallen an sich vorüberziehen) immer weniger mit der Realität in Einklang zu bringen. Tatsächliche Verbesserungen sind in der Gesamtschau nicht auszumachen. Im Gegenteil, die Situation verschlechtert sich für die Betroffenen jährlich.

Werfen wir den Blick einmal auf ein wichtiges Element, Zeit:
Zeit ist, für eine als gut empfundene Pflege, eines der wichtigsten Kriterien. Dies gilt für Pflegende wie Pflegebedürftige. Der von Ihnen, liebe Volksvertreter, systemisch erzeugte Sparzwang so wie die überbordende und weiter zunehmende Bürokratie sind leider genau hier wirksam. Zeit wird immer knapper. Womöglich bereits zu knapp.

Beispiel Hygiene:

Hygienefehler führen vermehrt zu resistenten Keimen. Teure Antibiosetherapien werden notwendig. Aufgrund der Resistenzen bleibt der Erfolg dennoch oft aus. Todesfälle mehren sich.

Allein der Mangel in der Hygiene kostet nach Expertenschätzungen jedes Jahr 30.000 bis 40.000 Menschen in Deutschland das Leben. Ein hoher Preis, individuell und gesellschaftlich, menschlich und ökonomisch.

Wollen und Können:

In Anbetracht von Ohnmacht oder Unwille (ergänzen Sie gerne wenn Ihnen Gründe bekannt sind die sich nicht auf Wollen oder Können zurückführen lassen) mit der Regierung und Opposition wechselnder Couleur das System nicht reformieren können oder wollen, stellt sich die Frage, ob die zu beobachtenden Veränderungen nicht zu verhindern oder gewollt sind.

Die dynamischen Entwicklungen der letzten Wahlen sollten als politisches Warnsignal verstanden werden. Wenn die Politik keine Antworten hat sondern Zick Zack spricht, scheinbar den Bezug zur Realität der Wähler verloren hat, Wahlkampfversprechen eher Versprecher sind und eine Ernsthaftigkeit der Bemühungen nicht erkennbar ist, sind bürgerliche Reaktionen selbstverständlich. Das Gesundheitswesen ist ein wichtiges Feld, das große Teile der Bevölkerung betrifft und beschäftigt.

Deutschland braucht angemessene jedoch zumindest ausreichende Lösungen.

Selbstverständlich kann man etwas zur Brandbekämpfung beitragen, in dem man auf ein brennendes Haus spuckt. Allerdings ist das, sowohl im Denken als auch im Tun, weder angemessen noch ausreichend.

Beste Grüße
@YassinGlaidos

Die Pflege in Deutschland Im deutschen Gesundheitswesen krankt es. Sehr sogar. Dringend der Behandlung bedürftige Zustände harren, auch nach dem Jahr der Pflege, der Therapie. Sie haben wohl frei. Therapiefrei. Ja, die Zustände meine ich. Doch wer hat ihnen frei gegeben? Besser. Wer hat sich frei genommen? Therapiefrei. Wer hat (und tut es noch) darauf verzichtet seine Pflicht zu tun, seinem Auftrag nachzukommen und sein Gehalt zu rechtfertigen? Die Therapeuten sind es auf jeden Fall nicht. Sie verrichten allesamt nach wie vor unter oftmals unhaltbaren, ekelerregenden bis unerträglichen Zuständen ihre Pflicht. Pflicht ist hier ein interessantes Wort. Wer ist hier…

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