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Durchbruch im Kampf gegen AIDS?

Weltweit sind ca. 35 Mio. Menschen mit dem sogenannten HI-Virus infiziert. Es werden immer mehr. Millionen Menschen sind bereits an der Krankheit gestorben denn trotz aller Forschungen konnte bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Heilmittel gefunden werden. Das könnte sich jetzt allerdings ändern.

Wissenschaftler des Heinrich-Pette-Institut Hamburg und der TU-Dresden haben eine neue und sehr vielversprechende Möglichkeit gefunden, mit der Hoffnung die Krankheit bald heilen zu können.

„Wir gehen an die Wurzel des Übels“

Der Ansatz ist schon ein ganz anderer. Dies könnte die HIV-Therapie grundlegend ändern, so das Forschungsteam. „Wir haben Enzyme – eine molekulare Schere – entwickelt, die den HIV-Bauplan in der Zelle aufspürt und wieder entfernt.“ sagte Joachim Hauber, Professor für Virologie im Heinrich-Pette-Institut, im Intervie mit NDR Info.

Die Enzyme werden gezüchtet

Bekannt ist, das HI-Virus setzt sich in der DNA der befallenen Zelle fest. Und genau das ist das Problem. Die marktüblichen Medikamente können das Virus zwar in Schach halten, jeder aber nicht heilen. Molekulare Scheren sind seit Ihrer Entdeckung 2013 ein viel benutztes Werkzeug in der Forschung. „Wir benutzen die Kraft der Evolution, indem wir uns immer wieder die besten Moleküle heraussuchen und diese dann kombinieren, bis wir so weit sind, dass das Enzym das macht was wir wollen“.

Die Stammzellen kommen aus dem Oberschenkelknochen

Die BREC 1 ( so der Name der Molekularen Schere) kann über 90 Prozent aller HI-Viren erkennen und die dauerhaft entfernen. Das ist zur heutigen Zeit einmalig. „Die Idee ist, die Blutbildenden Stammzellen, die bei uns im Oberschenkelknochen sitzen, zu isolieren“ so Joachim Hauber. „Dann bringen wir im Labor die molekulare Schere ein, und der Pat. bekommt dann seine eigenen Zellen zurück. So entsteht für den Patienten keine Gefahr der Abstoßungsreaktion.

Erfolge schon nach 2 Wochen

Die ersten Erfolge an humanisierten Maus-Modellen, also Mäusen die genetisch veränderte Zellen benutzen, nämlich Menschliche, konnten schon nach knapp 15 Tage erfolge nachweisen. Nahezu alle HI-Viren waren verschwunden. „Beim HI-Virus ist ja das Problem, dass das Virus in das lymphatische Gewebe geht. Wenn man jetzt über die blutbildenden Stammzellen geht, kann man auch dieses Gewebe erreichen, weil die Blutzellen dorthin wandern können und auch dort das HI-Virus bekämpfen.“

Wie lange dauert es noch bis jeder davon profitieren kann?

Damit diese Entdeckung tatsächlich auch den Erkankten Menschen zugute kommen kann, soll die BREC 1 in klinischen Studien am Menschen erprobt werden. Wissenschaftler äußern sich jedoch sehr optimistisch dass dies schon gegen Ende des Jahres der Fall sein könnte. Die Gespräche mit Investoren laufen jedoch noch, um die Kosten von rund 15 Mio. € zu übernehmen.