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Die neuen Killerbakterien töten sogar Gesunde

Antibiotikaresistente Keime sind seit Jahren ein großes Problem in deutschen Kliniken. Doch jetzt kommt es noch schlimmer. Eine neue Variante von Staphylococcus aureus ist infektiöser und tödlicher.

Als Killerkeime in Kliniken sind bestimmte Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus berüchtigt. Sie treten vor allem in Kliniken auf – und wenn ein ohnehin geschwächter Patient sich mit diesen Erregern infiziert, hilft kaum noch ein Antibiotikum.

An Krankenhäusern in Deutschland versuchen die Verantwortlichen, durch verbessertes Hygienemanagement die Patienten vor den Keimen zu schützen. Dennoch bleibt die Ausbreitung solcher MRSA ein großes Problem in den Kliniken.

Doch es kommt noch schlimmer. Jetzt, wo das Problem in den Kliniken immerhin erkannt ist, breitet sich eine weitere Variante von Staphylococcus-aureus-Bakterien aus, die ebenfalls gegen viele Antibiotika resistent ist.

Schon ein Hautkontakt reicht zur Übertragung

Wissenschaftler sprechen von „Community-acquired methicillin-resistant Staphylococcus aureus“ (CA-MRSA) – also Staphylococcen, die man sich durch den Kontakt mit anderen Menschen einfangen kann.

Diese gefährlichen Bakterien können schon durch einfachen Hautkontakt, etwa beim Sport, von einem Menschen auf den anderen übergehen. Und anders als die Klinikkeime sind sie nicht nur gefährlich für geschwächte oder kranke Personen, sondern auch für Menschen, die völlig gesund sind.

Woher diese neue Sorte von MRSA kommt, war lange Zeit unklar. Doch nun berichtet ein Forscherteam um Marc Stegger vom Staatlichen Serum-Institut in Dänemark im Journal „mBio“, dass es die genetischen Spuren der CA-MRSA nachvollzogen hat.

Das Bakterium stammt ursprünglich aus Afrika

Dazu analysierten die Wissenschaftler diverse CA-MRSA-Proben aus 22 Ländern. Alle gehörten zu dem heute in Europa am weitesten verbreiteten Stamm. Doch schnell war den Forschern anhand der Erbinformation der verschiedenen Proben auch klar: Die Bakterien kommen ursprünglich nicht aus Europa.

Offenbar stammt der gemeinsame Vorfahre all dieser CA-MRSA aus den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Diese Urvariante existiert dort bis heute – und kann noch immer mit den gängigen Antibiotika behandelt werden.

Ganz anders verhält es sich bei ihren Abkömmlingen, die sich bis nach Europa verbreitet haben. Sie sind offenbar in den 80er-Jahren aus dem südlichen Afrika über verschiedene Weg bis nach Europa gekommen.

Zwei neue Resistenzgene

Auf diesem Weg haben sie allerdings zwei Resistenzgene erworben, die sie hierzulande unempfindlich gegen die gängigen Antibiotika werden lässt.

„Ein einziger Nachfahre dieses Bakteriums wurde dann zum heute dominanten MRSA-Stamm in Europa, Nordafrika und dem Mittleren Osten“, so Stegger.

Vermutlich seien die resistenten MRSA-Keime mit Touristen oder Einwanderern nach Europa gekommen. Die Globalisierung hat also nicht nur positive Effekte auf Warenverkehr und Tourismus – sondern lässt Bakterien gefährlicher und mobiler werden.

Zitier von: http://www.welt.de/

Antibiotikaresistente Keime sind seit Jahren ein großes Problem in deutschen Kliniken. Doch jetzt kommt es noch schlimmer. Eine neue Variante von Staphylococcus aureus ist infektiöser und tödlicher. Als Killerkeime in Kliniken sind bestimmte Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus berüchtigt. Sie treten vor allem in Kliniken auf – und wenn ein ohnehin geschwächter Patient sich mit diesen Erregern infiziert, hilft kaum noch ein Antibiotikum. An Krankenhäusern in Deutschland versuchen die Verantwortlichen, durch verbessertes Hygienemanagement die Patienten vor den Keimen zu schützen. Dennoch bleibt die Ausbreitung solcher MRSA ein großes Problem in den Kliniken. Doch es kommt noch schlimmer. Jetzt, wo das…

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