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Der Herzinfarkt einer der häufigsten Todesursachen

Weltweit gehört der Herzinfarkt zu einer der häufigsten Todesursachen, Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Meistens basiert der Herzinfarkt aufgrund einer koronaren Herzerkrankung. Die Plaques die sich aufgrund der Arteriosklerose gebildet haben reißen auf und es lagern sich Blutgerinnsel an, die einen Gefäßverschluss verursachen können und der entsprechende Herzmuskel abstirbt.

Doch wie erkennen wir einen Herzinfarkt hat? 

Gehen wir mal auf unsere Station und stellen uns unseren Alltag vor, wir beobachten unsere Heimbewohner es erscheint alles völlig normal. Wir sind im Frühdienst ( die meisten Herzinfarkte ereignen sich in den Morgenstunden ) .

Wir sehen einen Bewohner der sich nach vorne beugt und starke Schmerzen im Brustkorb angibt und die Symptome der  Angina Pectoris. Nach Ärztlicher Verordnung geben wir unserem Bewohner Nitroglyzerin doch es bessert sich nix.

Beim Anschauen sehen wir das der Bewohner einen Ausdruck von Todesangst im Gesicht zeigt, Schwitzt und es ist im evtl. Übel. Auch eine plötzliche Luftnot tritt ein. Besonders bei unseren älteren Heimbewohner kann auch durch die verminderte Hirndurchblutung ein Verwirrtsheitszustand eintreten.

Wie handeln wir jetzt ? 

Was ganz wichtig ist das wir bei unserem Bewohner bleiben, und ALARM auslösen und/oder eine Kollegin hinzuziehen. Die Kollegin ruft sofort den Notarzt !!!!!!!

Es ist wichtig ruhig zu bleiben und nicht in Panik auszubrechen, denn dies überträgt sich auf unseren Bewohner.

Enge Kleidung öffnen oder entfernen wir und beobachten die Vitalzeichen wie den Puls, Blutdruck und die Atmung.

Ist ein Nitropräparat angeordnet verabreichen wir dies, aber ACHTUNG bei Schock und systolischen Werten unter 100 mmHG darf es nicht verabreicht werden.  Auch Sauerstoff ca. 2-4 Liter die Minute verabreicht man.

Häufig kommt es auch zu Herzrhythmusstörungen oder Kammerflimmern was sehr gefährlich ist. Haben wir es mit einem großen Herzinfarkt zu tun, bei dem der Herzmuskel so nekrotisch ist kann dieser reißen und führt immer zum Tode. Langfristig kommt es nach einem Herzinfarkt immer zur Herzinsuffizienz.

 

Wie wird ein Herzinfarkt festgestellt ? 

Auf dem EKG zeigen sich eindeutige Veränderungen und die Blutwerte der Herzenzyme sind erhöht.

Wie wird der Herzinfarkt behandelt ?

Der Bewohner bekommt Heparin oder Aspirin gespritzt um eine weiter Thrombenbildung zu verhindern. Es werden starke Schmerzmittel verabreicht meistens Morphin und bei starken Angstzuständen beruhigende Medikamente wie Valium, sowie Betablocker oder Nitroglycerin zur besseren Durchblutung des Herzens.

Im Krankenhaus erfolgt die Lysetherapie, wo versucht wird des verschlossene Herzkranzgefäß wieder durchgängig zu machen. Es werden Substanzen gespritzt die, die Thromben auflösen können. Dies ist aber nur erfolgreich wenn sie in den ersten Stunden passiert. Auch kann gleichzeitig eine Dilatation erfolgen.

Hat unser Bewohner den Infarkt überstanden erfolgt meistens die Rehabilitation um auch wieder an den Alltag gewöhnt zu werden.

 

Nitroglycerin

wird in der Medizin zur Vasodilatation also zur Erweiterung der Blutgefäße eingesetzt.

Heparin

therapeutisch Antikoagulantien, hemmen die Blutgerinnung

Acetylsalicylsäure ( Aspirin ) 

Schmerz- und Fieberlindernd

Thrombozytenaggregationshemmend.

Vitalzeichen

alle Lebenswichtigen Körperfunktionen wie die Atmung, Puls, Blutdruck, Bewusstsein und Ausscheidungen.

Nekrose 

durch Sauerstoffmangel verursachter Zelltod bei dem ein ganzer Zellverband abstirbt.