Anerkennung Pflege - Weil Pflege mehr ist !

App statt Bank: Fintechs auch für Gesundheitswesen interessant.

Zwischenfinanzierung kann Heime entlasten (Foto: Daniela Reichart)

Die Zahlungen der Pflegekassen verzögern sich – wieder einmal. Doch das Pflegeheim benötigt dringend den neuen Lifter. Und auch das ein odere andere Pflegebett hat schon bessere Zeiten gesehen. Auf der Messe hatte die PDL bereits einen Sonderpreis herausgehandelt. Vorraussetzung: Die Bestellung erfolgt innerhalb des laufenden Monats. Doch es fehlt an Liquidität. Da kommt das Angebot eines Online-Finetrading-Anbieters gerade Recht. Heute kaufen, bezahlen erst in 120 Tagen. Abwicklung online. Nach und nach bieten immer mehr Fintech-Firmen Finanzdienstleistungen nicht nur für Verbraucher an – sondern für Firmen und Organisationen.

„Fintechs“ sind junge Firmen, die online Finanzdienste anbieten. Oft nutzen Verbraucher diese Apps alternativ zur Hausbank. Anbieter wie die Hamburger Kreditech etwa verleihen Geld; vom 50-Euro-Kredit für drei Tage bis zum 50.000-Euro-Darlehen für drei Jahre. App statt Bank gibt es auch für Auslandsüberweisungen. Transferwise aus London sieht sich als Alternative zu Banken, weil es weniger Gebühren pro Geldtransfer verlangt. Online-Plattformen wie kapilendo, Bondora oder Lendico bringen Kreditnehmer mit Privatleuten zusammen, die Geld verleihen wollen.

 Einer neuen Studie zufolge könnte das FinTech-Geschäftsvolumen in Europa bald auf mehr als sieben Milliarden Euro anwachsen. Für die USA prognostizieren Berater von PwC bis in einer Dekade sogar einen 150 Milliarden Dollar schweren Markt. Entwickelt sich dieses „Crowdlending“ hierzulande ebenso rasant, werden Volksbanken und Sparkassen bald deutlich weniger zu tun haben.

Finetrading funktioniert

Auch das Portal interFin gehört in die Gattung der frischen FinTechs. Wobei der Portalbetreiber, die Deutsche Finetrading AG (DFT), vor allem für kleinere Volumen eine schnelle Kreditalternative anbietet. Pflegedienstleiterin Elke B. aus Hof testet die Internetseite, die rasch Geld verspricht. Zumindest für soziale Einrichtungen, die das Kredit-Limit der Hausbank nicht komplett ausreizen wollen – oder einfach kurzfristig nach einer alternativen Finanzierung fahnden, weil sie so ein schnelles Schnäppchen machen können.
Innerhalb von Minuten klickt sich Pflegeheimbetreiberin Elke B. durch das Formular auf dem Portal und lädt das zu finanzierende Angebote hoch. Das kann eine mobile Pflegebadewanne genauso sein, wie ein spezieller Lifter. Oder auch wertige Pflegebetten, die als Sonderangebot auf der Altenpflegemesse reduziert sind. Fast alle Waren sind hier finanzierbar. Bedingung: Der Mindestbestellwert muss höher als 500 Euro liegen und darf 20.000 Euro Finanzierungsvolumen nicht überschreiten. Das ist der Spielraum, den die Onlineplattform gewährt.

Finanzierungszusage per Mail

Für die Bonitätsprüfung muss Elke B. die Steuernummer ihres Hauses angeben. Bei positiver Einschätzung hat die Buchhalterin des Altenheims binnen weniger Stunden die Finanzierungszusage im E-Mailpostfach. Danach kann sie den Deal über abwickeln. Beim Finetrading handelt es sich um ein verlängertes Zahlungsziel. „Wir treten als Zwischenhändler auf“, erklärt DFT-Vorstand Dirk Oliver Haller. In dieser Funktion kauft sein Unternehmen die Waren beim Lieferanten und verkauft sie sofort an das Seniorenheim von Elke B. weiter. Die gekauften Pflegebetten oder Badewannen wiederum werden direkt an die Käuferin geschickt. Finanzfirmen wie interFin haben daher auch kein Lager, der Zwischenhandel ist ein rein formaler Akt.
Elke B. bezahlt nach 30, 60, 90, 120 oder 150 Tagen. InterFin wiederum finanziert sich aus dem Skonto, das der Lieferant gewährt. Wobei er einen Teil davon an Elke B. weiter gibt, wenn sie ihre offene Rechnung schnell bezahlt. „Geht das Geld schon nach 120 Tagen bei uns ein, kostet die Finanzierung nur 0,4 Prozent vom Rechnungswert“, wie Haller verdeutlicht. Schafft es Elke B., noch früher zu bezahlen, sinken die Finanzierungskosten weiter.

 

x

Schon gelesen?

Bild Krankenhaus

Fußpflege im Alter ist besonders wichtig

Es mag komisch klingen, aber für viele deutsche sind die Füße, im Gegensatz zu Menschen aus anderen Ländern, meist ein sensibles Thema. Wir mögen ungerne über unsere Füße sprechen und verstecken sie häufig. Probleme wie ein Nagelpilz, Fußpilz oder Hühneraugen werden sogar vor der Familie und dem Arzt verschwiegen. Zumindest so lange, bis es nicht mehr ohne Behandlung geht. Leider jedoch ist diese falsche Scham einer der Gründe, warum Hühneraugen, Pilze und Warzen überhaupt die Möglichkeit haben, sich auszubreiten. Häufig vergehen Monate, bis der Patient sein Fußproblem überhaupt dem Arzt zeigt. Alte Leute, die schlecht sehen und sich auch nicht mehr richtig zu den Füßen hinab beugen können, lassen diese häufig ungepflegt und gehen auch zu keiner Fußpflege. In diesem Artikel wollen wir einige nützliche Informationen bereitstellen, damit sich Ihr Fuß nicht zu einem Problem Fuß entwickelt. Die Kontrolle der Füße ist wichtig Eine regelmäßige Kontrolle der Füße sollte regelmäßig ...