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Analgetika – einfach erklärt

Analgetika [griech. an(ti) = (ent)gegen, nicht; algos/ algesie = Schmerzempfindung] sind Arzneistoffe, die zur Schmerzbekämpfung eingesetzt werden. Sie lassen sich grundsätzlich in zwei Gruppen einteilen: Opioide und Nicht-Opioide.

Opioide

Opioide werden Wirkstoffe genannt, welche den Opiaten ähnlich sind. Sie fallen unter das Betäubungsmittelgesetz.

Opiate werden aus Opium hergestellt, das in der Natur als Pflanzenwirkstoff vorkommt (Schlafmohn). Sie wirken durch Wechselwirkungen mit den Opioid-Rezeptoren im menschlichen Gehirn.

Man unterscheidet schwachwirksame und starkwirksame Opioide. Wichtig ist, dass bei der Schmerztherapie diese Medikamente mit Nichtopioidanalgetika kombiniert werden sollten (Stufenschema der WHO):

  • Ein Nicht-Opioid sollte bei nicht ausreichender Wirkung mit einem schwachen Opioid ergänzt werden (nicht ersetzt).
  • Ein „Springen“ von einem schwachen Opioid zu einem anderen ist nicht sinnvoll.
  • Sollte das schwache Opioid nicht mehr ausreichen, wird auf ein starkes Opioid umgestellt.
  • Stark wirksame und schwach wirksame Opioide dürfen nie zusammen gegeben werden!

Es gehören unter anderem folgende Stoffe dazu:

  • Schwach wirksame Opioide:
– Tramadol (z.B. Tramal®)
– Tilidin (z.B.Valoron®)
– Codein (z.B. Tussoret®)
– Dihydrocodein (z.B. Paracodin N®)
– Pentazocin
  • Stark wirksame Opioide (diese werden nur gegen ein BTM-Rezept ausgegeben):
– Morphin (z.B. Sevredol®, Mô®, MST®, Kapanol®)
– Hydromorphon (z.B. Palladon®)
– (Levo)Methadon (z.B. L-Polamidon®)
– Pethidin (z.B. Dolantin®)
– Fentanyl (z.B. Durogesic®)
– Buprenorphin (z.B.Temgesic®, Transtec®)
– Hydrocodon (z.B. Dicodid®)
– Oxycodon (z.B. Targin®)

Nicht-Opioide

Sie fallen im Gegensatz zu den pflanzlichen Opiaten und synthetischen Opioiden nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Die zwei wichtigsten Untergruppen sind hier zusammengefasst:

NSAR / saure Analgetika

NSAR bedeutet „nicht-steroidale Anti-Rheumatika“. Dies bedeutet, dass diese Stoffe analgetisch, antipyretisch und auch im Gegensatz zu anderen Analgetika antiphlogistisch wirken. Wegen ihrer antiphlogistischen Wirkung werden NSAR, wie Steroide, oft bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Die säurehaltigen Stoffe können sich aber ungünstig auf die Schleimhaut des Verdauungstraktes auswirken.

NSAR wirken auf folgende Weisen:

  • schmerzlindernd (analgetisch)
  • fiebersenkend (antipyretisch)
  • entzündungshemmend (antiphlogistisch)

Folgende sind die wichtigsten Stoffe der NSAR-Gruppe:

  • Acetylsalicylsäure wirkt zusätzlich leicht gerinnungshemmend (z.B. Aspirin®)
  • Mefenaminsäure (z.B. Ponstan®, Mefenacid®)
  • Ibuprofen (z.B. Brufen®)
  • Diclofenac (z.B. Voltaren®, Ecofenac®)

Nicht-saure Analgetika

Hier sind sich die Experten nicht ganz einig, ob alle restlichen Analgetika hineingehören, oder nicht. In Anlehnung an den Artikel „nicht-opioid-Analgetika“ von wikipedia.de sind hier alle restlichen Analgetika aufgelistet.

  • Paracetamol: keine antiphlogistische, aber antipyretische Wirkung, dafür geringe Magenbelastung (z.B. Panadol®, Dafalgan®, Perfalgan®)
  • Metamizol: stark analgetische Wirkung, spasmolytische Wirkung und schwach antiphlogistische Wirkung (z.B. Novalgin®)

Quelle: http://www.pflegewiki.de/

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